Band-Infos

Die größte Live-Band des Planeten: DAVE MATTHEWS BAND

Autor: Michael Rensen (www.rockhard.de)

Ihr sucht nach Bands, die jenseits aller Trends innovative Musik auf höchstem Niveau spielen und CDs abliefern, die Euch nächtelang unter den Kopfhörer zwingen? Dann dürfte die DAVE MATTHEWS BAND genau das Richtige für Euch sein – vorausgesetzt, ihr braucht nicht zwingend E-Gitarren zum Glücklichsein…

1996 - CrashWährend die fünf Ausnahmemusiker aus Charlottesville/Virginia hierzulande kaum jemandem ein Begriff sind, zählen sie in den USA zu den wichtigsten Künstlern der letzten Dekade. Ihr ’96er Album „Crash“ gehört mit über sieben Millionen verkauften Einheiten zu den erfolgreichsten Scheiben der Neunziger; Insgesamt wurden bislang alleine in den Staaten weit über 30 Millionen CDs abgesetzt, und mit 1,4 Millionen Konzertgängern war die letztjährige DMB-Tour die bestbesuchte der Welt. Legenden wie Santana reißen sich darum, mit den Jungs arbeiten zu dürfen, Awards werden fast schon im Wochenrhythmus abgeräumt – die DAVE MATTHEWS BAND ist das Eigenständigste und Beste, was der US-Mainstream-Markt zurzeit zu bieten hat.

Dave Matthews BandErarbeitet hat sich das Quintett seinen exzellenten Ruf und seine eingeschworene Fangemeinde erstaunlicherweise fast ausschließlich durch unermüdliche Underground-Arbeit und Mund-zu-Mund-Propaganda. Nachdem der aus Südafrika stammende Ex-Barkeeper David J. Matthews (Gesang/Gitarre) die Band 1991 zusammen mit den Jazzern Carter Beauford (Schlagzeug) und LeRoi Moore (Saxophon), dem klassisch ausgebildeten Violinisten Boyd Tinsley und dem damals gerade mal 16 Jahre alten Basswunder Stefan Lessard gegründet hatte, spielte man in Charlottesville und Umgebung in jedem Kellerloch, weitete sein Einzugsgebiet immer mehr aus und galt schnell als heißester Geheimtipp der Ostküste.

Besondere Sympathien erwarben sich Matthews & Co. mit ihrer Graswurzel- Mentalität, die sich in (bis heute) sehr fairen Ticket- und Merchandise-Preisen und der Möglichkeit für die Fans niederschlug, jahrelang jede Show mitschneiden zu können.

Als 1993 das mittlerweile mit Platin ausgezeichnete, live eingespielte Debütalbum „Remember Two Things“ auf dem bandeigenen Label Bama Rags erschien, waren die furiosen DMB-Auftritte bereits Legende, und im kleinen Bama Rags-Büro mussten unzählige Überstunden geschoben werden, um innerhalb weniger Monate 100.000 (!) Exemplare der CD zu verschicken. Von den nachfolgenden, über den Major-Riesen RCA veröffentlichten Studioalben wurden ohne großen Werbeaufwand jeweils mindestens zwei Millionen Einheiten verkauft.

Dave Matthews 2010Die Musiker blieben trotz des gigantischen Erfolgs auf dem Teppich und touren bis heute fast permanent durch die USA, wobei statt Football-Stadien in den großen Metropolen vorrangig gemütlichere Amphitheater in der Provinz beschallt werden. Besondere Erwähnung verdient auch die von der Band gegründete Bama Rags-Stiftung, die weltweit unter anderem AIDS-Projekte und Umweltschutzmaßnahmen fördert.

Der Schlüssel zum Erfolg der DMB ist ihr unvergleichlicher Stil. Treibender, sehr rhythmusbetonter Akustikrock (Matthews greift nur selten zur E-Gitarre) vermischt sich mit Folk-Einflüssen aus Afrika, Mittel- und Südamerika sowie dem Süden der USA, elegantem Singer/Songwriter-Pop, technisch herausragendem Jazz, einem Schuss Klassik und einer atmosphärischen Tiefe, die sonst nur Rush erreichen. Als groben Anhaltspunkt mag man sich ein Klang gewordenes Titanentreffen von Bob Dylan, Pearl Jam, R.E.M., den Dixie Dregs, Afro Celt Sound System, Keith Jarrett und Neal Young vorstellen. Das wehmütige Flair seiner Songs erklärt Dave Matthews gerne wie folgt: „Ich bin ein genauso düsterer Typ wie Trent Reznor, nur lächle ich viel mehr. Es fasziniert mich, Bösartiges schön zu verpacken.“

Zur Geschichte der Dave Matthews Band >>
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